Dreikönigstag

Die Heiligen Drei Könige,

die gingen einst spazier’n.

Ohne Heimat, ohne Ziel,

ohne Verstand und ohne Hirn.

 

Der Schnee lag hoch,

war’s bitterkalt.

hießen Kaspar, Melchior, Balthasar,

marschierten durch den dunklen Wald.

 

In finstrer Nacht

leuchteten kaum Sterne.

Die drei Gestalten

verirrten sich in fremder Ferne.

 

Die Blicke bang gen Himmelszelt

suchten sie des Weges Ziel.

Schleppten Myrrhe, Gold und Weihrauch,

auf ihrem Weg ins kommende Asyl.

 

Erschöpft und müde,

strauchelten sie und versanken

im weißen Meer aus Flocken,

wo sie beinah dann ertranken.

 

Schon stockt ihr Atem,

bricht ihr Blick,

da hält auf ein leuchtender Stern

ihr unseliges Geschick.

 

Sein heller Glanz

weckt Lebensmut,

sie schöpfen wieder Hoffnung,

bestimmt wird alles wieder gut.

 

Als wär’n sie plötzlich

gänzlich neugeboren,

springen die drei wieder auf,

wurden von einem kleinen Kinde auserkoren.

 

 

Zu bringen ihm, dem Leben,

ihre eigenen Geschenke.

Auf dass ein jeder innehalte,

im Wunder eines Sternenlichts umdenke.

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